07 Dezember 2014

No. 143 GEDANKEN: Psychologie


Josef Salvat - Diamonds


Es ist mal wieder soweit, ich sollte eigentlich für meine anstehenden Klausuren lernen, doch meine Gedanken schweifen ab. Ich studiere wie ich ja schon mal erwähnt habe Wirtschaftspsychologie & BWL. BWL ist hierbei nur das kleine Übel, welches ich in Kauf genommen habe, um später bessere Jobchancen zu haben. Interessieren tue ich mich eher für den Psychologie-Teil: Wie tickt der Mensch; warum verhält er sich in gewissen Situationen so wie er sich verhält; kann man aus seinen Fehlern lernen, wenn man sie erst einmal sieht? …
Ich lese also in meinen Unterlagen diverse Modelle und Theorien und bleibe beim Thema Motivation hängen. Es gibt laut einem Modell Leistungs- und Misserfolgsmotivierte Menschen. Ich bleibe stecken, lese mir immer wieder die Beschreibung der einzelnen Typen durch und überlege: Was für ein Typ bin ich eigentlich? Der Erfolgsmotivierte ist wie der Name schon sagt auf Erfolg aus und stürzt sich auf jede Herausforderung, um zu sehen, ob er der Situation gewachsen ist. Am liebsten sind die Aufgaben mittel bis schwer.
Der Misserfolgsmotivierte  meidet Leistungssituationen und fürchtet sich Infos über seine eigenen Kompetenzen zu bekommen aus Angst vorm Versagen. Am liebsten würde er sich in seinem Schneckenhaus verkriechen und nur sehr leichte Aufgaben lösen. Schafft er es doch mal schwierige Aufgaben zu lösen kommt es ihm komisch vor:„War das wirklich ich, der da so schlau war? Ach nein, das hab ich nur XYZ zu verdanken. Ich schaffe doch nie was.“ Versemmelt er was ist es natürlich ein gefundenes Fressen – „Wusste ich doch, dass ich es wieder mal nicht schaffe. Ich bin halt zu dumm.“
Ich kam nicht umhin mir die Frage zu stellen welcher Typ ich wohl selbst bin. Bin ich der Typ Mensch, der immer die Herausforderung sucht, oder bin ich eher der safety-Mensch, der sich vor lauter Versagensängsten keinen schwierigen Aufgaben stellen möchte.
Kann man so etwas überhaupt klar bestimmen? Bin ich schwarz oder weiß?
Nein, ich entscheide mich für grau; war schon immer der Mittelwegstyp mit einem leichten Hang ins extrem positive oder negative. Ich lasse mich in keine Schublade stecken und ergebe mich meinem vermeintlichen Schicksal. Klar tendiere ich auch in eine Richtung bei diesem Modell (es ist der Misserfolgsmotivierte), aber in meiner Brust schlagen zwei Herzen und die müssen in konstanter Waage gehalten werden. Ich kann mich nicht einfach in mein Schneckenhaus zurückziehen und die Hände in den Schoß legen mit dem Gedanken „Ich werde eh in der Prüfung versagen“. Ich kämpfe, weil ich es hasse so negativ eingestellt zu sein. „Ich will die Prüfung bestehen“, sage ich mir immer wieder. Alleine schon weil ich damit meinem Ziel immer näher komme: Einen besseren Job finden, der mir Spaß macht!

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Es ist das erste Mal, dass ich so etwas persönliches auf meinem öffentlichen (!!) Blog schreibe, deswegen würde es mich interessieren, ob ihr solche ähnlichen Posts gerne öfters lesen würdet. Regelmäßigkeit kann ich wie immer nicht versprechen...

1 Kommentar:

  1. Ein toller Beitrag. Ich könnte mich spontan auch in keine Schublade stecken. Es kommt vermutlich immer auf die Situation an.

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